Fotoaufgabe und nun?

Fotoaufgabe und nun?

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Zeit für Dich!

Du hast Lust auf eine Fotoaufgabe, eine Challenge, ein Projekt, eine Idee? Super, dann geht es Dir wie mir!

Ich liebe Fotoaufgaben. Deshalb erstelle ich auch zahlreich Fotoaufgaben, um mich und andere herauszufordern. aber das ist ein anderes Thema.

Wie gehe ich mit einer Fotoaufgabe um? Schick mich mit einem einfachen Thema in den Tag – einem Alltag – und ich werde mit mindestens einem Bild wiederkommen. Ich denke da gar nicht mehr drüber nach. Ich mache, soll heißen, ich fotografiere.

Das Thema war glaube ich „rund“. Und es war mein Mittagessen in der Arbeit. Selbst mitgebracht und kurz vor dem Tomatenaufschneiden. Die Schatten haben mich auf dieses Motiv aufmerksam gemacht, Mittagssonne von rechts. Ich musste nur noch den Hintergrund in der BEA bestimmen.

Natürlich ist es abhängig, was an diesem Tag alles ansteht, aber ich habe mindestens den Morgen, eine Mittagspause und den Feierabend, Wege zur Arbeit, die Einkaufslokation, Park, Straße und mein Zuhause. Irgendwo da gibt es die Lösung dieser Aufgabe. Lieber knapse ich 10 Minuten von gelangweilt durch den Fernseher zippen oder am Handy scrollen ab, ich nehme an, diese Zeit hat jeder. Es ist nur ein Verschieben der Prioritäten, wenn man es genau nimmt. Ich schätze die „Zeit für mich“ sehr also schaue ich dafür 10 Minuten durch den Sucher und genießt die Zeit mit mir, dem was ich sehe. Und schon wieder habe ich mich mit einem Bild beglückt, ein unerwartetes Bild gemacht oder eine Idee umgesetzt.

Nicht nur die großen Projekte sind es, die BILDERMACHEN. Auch die kleinen haben Potential!

Während dieser Zeit in meinem Alltag sehe ich mir meine Umgebung neu an mit der Fotoidee im Kopf. Ich trainiere mein Sehen. Es ist eine Angewohnheit geworden.

Begrenzungen
Ich liebe Begrenzungen. Sie machen mich erst recht kreativ. Ein Wort, ein Ding als Aufgabe, richtet den Fokus aus. Eine unmöglich scheinende Aufgabe lässt mich über mich hinaus wachsen. Wenn die ersten Begrenzungen fallen, entdecke ich Spielräume und entwickle ich eine Toleranz dem Thema gegenüber, wechsle meine Perspektiven und bekomme Bilder, die ich eben nur in dieser Situation mit dieser Herausforderung schaffe. Natürlich ginge geplanter, besser, schöner immer, aber hätte ich diese Bilder gemacht? Niemals! Ich habe meinen Horizont erweitert. Also erst zweifeln und dann auf sich zukommen lassen. Es passiert etwas mit Dir.

    Glas, ein Glas, das ich so noch nicht fotografiert habe ist echt schwer, auf Anhieb zu finden. Hier entdeckte ich ein Stillleben von einem Glas, in dem der gebrauchte Teebeutel parkt.

    Last minutes
    Deadlines sind gut um auf den Punkt zu kommen. Zum Beispiel eine vereinbarte Bildabgabe um 19.00 Uhr. Sollte ich noch kein Bild bis zehn vor haben, dann geb ich Gas, da fällt mir immer noch etwas ein. Ich kenne mich mittlerweile sehr gut und kann dieses Talent der letzten Minuten auskosten. Viele Bilder wären nicht entstanden, gäbe es keine Deadline, denn ich könnte (eventuell) ein noch viel besseres machen (irgendwann). Ein Bild ist besser als kein Bild! Und vielleicht entwickelst Du auch ein Last Minute Talent und kannst in diesen letzten Minuten zaubern?

    Ein Apfel sollte es ein. Ich wollte ihn anders fotografieren als ich schon Äpfel fotografiert habe. Und ich habe schon viele Apfelbilder gemacht. So ergab sich fix vor Deadline Schluss diese Idee.

    Zufall
    Ich streife durch den Park, die Stadt und / oder mache bewußt einen kleinen Fotospaziergang oder -ausflug. Die Idee oder Fotoaufgabe nehme ich mit. Meine Toleranz wird sehr großzügig und die Ergebnisse halte ich fest. Mit dem Zufall zu spielen macht sehr viel Spaß, siehe auch hier. Ich nehme mit, was sich mir bietet. Dabei ist es wichtig, nichts auszuschließen, dass auf den ersten Blick nicht dem Thema oder der Aufgabe entspricht. Ich nehme auch alle Bilder mit, die mir persönlich gefallen, mich ansprechen. Daheim am Rechner stelle ich oft fest, wie nah das von der Fotoaufgabe weit entfernt scheinende Bild ist.

      Solch ein Stillleben findest sich nur zufällig. Ist es nicht ästhetisch? Ganz aus dem Leben gegriffen. Mich faszinierte die für mich altmodische Getränkebox in Erinnerung an meine Schulausflugszeiten und den deutlichen Schatten. Die Kippe gibt es obendrein.

      Brainstormen
      Ich nehme mein Skizzenbuch und schnell zusammengetragene Ideen, Überlegungen, Wortspiele ergeben neue Ergebnisse und lenken zu Bilder, die unmöglich jetzt umzusetzen sind bis zu denen die ganz einfach erreichbar sind, quasi auf dem Weg liegen. Der Alltag bestimmt den Aufwand, den ich zu betreiben in der Lage bin. Ich bin dann auch mit der umaufwendigsten Umsetzung zufrieden. Brainstorming beruhigt mich manchmal und öffnet einen Schatz in mir. Wenn ich diese Brainstormings später noch einmal ansehen, gibt es noch so viele Ideen, die ich mir nur nehmen brauche, selbst erfunden und erdacht, sie liegen pflückbereit vor mir.

        Bei Eiern gibt es viele verschiedene Zustände. dieses hier ist sogar noch für den Verzehr gedacht.

        Planung
        Eine Fotoaufgabe und ich habe schon ein Bild vor Augen. Ich muss nur noch ein paar Dinge besorgen, zusammensuchen, umsetzen und dann mache ich das Foto. Auch das ist eine wunderbare Umsetzung. Der Plan rollt sich vor Dir aus und die Umsetzung bringt Dich zu Deinem Bild. Nutze dazu Dein Skizzenbuch, um diese Idee grob festzuhalten. Die Aufzeichnung hilft zu rekonstruieren und es für ein nächstes Projekt zu nutzen.

        Hmmmm ich glaube Schuhe waren mein erster Plan und dann ging das Brainstorming mit mir durch. Die Auswahl fiel auf Füße, die nicht auf einem Boden stehen. Treppe wäre die Wahl gewesen. Nun, ich hatte nur mein Stockerl. Es ging ganz schnell. Per Zeitauslöser hat es wunderbar geklappt. Spannend war nur die jeweilige Fussstellung, die den Unterschied machte, um diese Spannung rüberzubringen. Erstaunlich, was Füße erzählen können.

        Ich kann Dich nur motivieren, stell Dich kleinen, gerne einfachen Fotoaufgaben.

        Du kannst sie unterschiedlich umsetzen. Hast Du keine Zeit und wenig Gelegenheit an dem Tag, dann schnapp Dir das einfachste, was sich Dir bietet. Im Einfachen liegt ein hoher Reiz.

        Eine einfache Aufgabe kann auch komplex gestaltet werden. Du lässt Deine Vorstellungen oder Ideale zu und versuchst, ein Bild anzustreben, das sich von den üblichen abhebt.

        Eine Fotoaufgabe kannst Du immer wiederholen. Die Wiederholung holt das Beste aus dir heraus. Sie fordert Kreativität von Dir oder verführt Dich zum Sammeln. Probier es aus und sieh was geschieht. Hier habe ich mehr darüber geschrieben: Wiederhol Dich, wiederhol Dich.

        Stell Dir gerne selbst Fotoaufgaben.
        Sammle Ideen, wann immer sie Dir einfallen.

        In meinem Buch Deine Welt Deine Bilder findest Du jede Menge Fotoaufgaben und ganz viel Inspiration und Ideen für den Alltag.

        Wenn ich nicht gerade fotografiere, dann entstehen Fotoideen und Projekte, die ich sammle und umsetze. Ich liebe es, meine Ideen mit lieben Menschen zu teilen. Nach Jahren mit Workshops mit Gruppen und Freunden und Teamwork wollte ich meine Art, kreative Ideen zu generieren teilen und schreibe meine Inspirationen zu Kreativität und Fotografie auf. In meinem Alltag gönne ich mir, die Schönheit und Besonderheit der alltäglichen Dinge zu sehen, was schon ein unglaubliches Sehvergnügen ist. Dies dann festzuhalten in Form eines Bildes gibt mir einen Moment der Auszeit, ein Durchatmen und Glücksgefühl, etwas für mich getan zu haben. Diesen kleinen Fotomoment kann ich unter Zeitdruck ebenso umsetzen, wie in Zeiten ohne Hektik. Diese Zeit der Kreativität und Zeit für Dich möchte ich gerne an Dich weitergeben.

        Deshalb ist das Buch DEINE WELT DEINE BILDER – Kreativität und Fotografie im Alltag entstanden. 

        Ein Buch ohne Schnörkel, ohne Technikvorgaben. Es geht um Deine Kreativität und um das Bildermachen. Finde pro Thema Ideen die definitiv nur ein Anfang sind. Du kannst Dir die Aufgabe oder Fotoidee auswählen, die Dich gerade anspricht. Das Buch DEINE WELT DEINE BILDER – Kreativität und Fotografie im Alltaggibt es in drei Formaten, als Ebook, Taschenbuch oder gebundenes Buch.

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        Schon immer wünsche ich mir ein Buch – ein richtiges Arbeitsbuch, dass meine Fotoideen inklusive meiner Bilder dokumentiert, einem Tagebuch gleich. Aus diesem Grund ist das Workbook DEINE WELT DEINE BILDER – 30 Tage Challenge entstanden.

        Kreiere mit Hilfe der Ideen-Tipps in diesem Buch Deine eigene 30 Tage Challenge. Dieses Buch ist Notizbuch, Ideensammler, Bilder- und Fotobuch in einem.

        Ein Workbook mit der 7-Tage-Plan Struktur, die Du nutzen kannst. Es gibt Doppelseiten, die Du gestalten kannst und findest zwischendurch Ideen-Tipps. Das Workbook wird wie in einem Tagebuch von Deinen Einträgen geprägt und Du kannst immer wieder darin blättern und auf Deine Bilder und Notizen zurückgreifen. Das Workbook DEINE WELT DEINE BILDER – 30 Tage Challenge gibt es als Taschenbuch.

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        Hab Spaß und nutze den Augenblick für ein Bild!

        Drucke Deine Bilder aus!

        LG Doro


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        Eine Antwort zu „Fotoaufgabe und nun?“

        1. Avatar von Kreativität – Bildermachen
          Kreativität – Bildermachen

          […] Fotoaufgaben, Schreibanregungen, oder verlocken Dich zum Malen, Basteln, Zeichnen. Lies auch gerne Fotoaufgabe und nun? Wo hin es Dich zieht wirst Du merken, wenn Du das Notieren eine Weile pflegst. Du wirst Übung […]

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