Magischer Moment

Magischer Moment

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Ist Dir das auch schon mal passiert, Du hast solch einen schönen Augenblick beim Fotografieren, dieser Flow, dieses Eins zu Eins, es passt alles, es läuft. Du bist aufgeregt und ruhig zugleich, und danach wird Dir bewußt, wie besonders dieser Moment ist. Die Vorfreude auf die Bilder am Rechner zu sichten oder auszudrucken ist riesig.
So erging es mir, eine zauberhafte Begegnung mit einem – vielleicht verwunschenen – Schwan. Unerwartet und so schön.

So erging es mir, eine zauberhafte Begegnung mit einem – vielleicht verwunschenen – Schwan. Unerwartet und so schön. Ich bin im Park, schaue mir die Fliederblüten an, die Blütenstaub mit Blütenblätter, Blätter und kleinen Zweigen verwobenen Wasserteppiche an. Natürlich fotografiere ich. Ich streife herum. Sehe nicht auf die Uhr. Hocke am Ufer und beobachte ein Schwanenpaar beim gemeinsamen Köpfeversenken und Unterwassergepauder. Alles ist friedlich, kalt, menschenleer und still.

Vertreibe mir die Zeit in Betrachtungen, spiele ich mit Bildgestaltungen. Zwei Schwäne mal im oberen Bilddrittel, mal im unteren, im Goldenen Schnitt, ohne Hintergrund, also ohne das hinterlegende Ufer, ohne Hälse, mit Hälse, sie lassen sich treiben, ich mich auch.

Plötzlich steuert einer der beiden Schwäne ganz nah auf mich zu. Ich überlege noch, ob von ihm eine Aggression ausgeht, komme aber zum gegenteiligen Schluss. Er kommt mir so nah, es ist ein einzigartiges Gefühl. Auge in Auge, ich immer noch die Kamera vor dem Gesicht, blicke ich darüber hinweg, kommt er selbstbewußt näher. Er blickt stolz, ernst und prüfend. Zieht nahe an mir vorbei, sieht nach mir zurück. Ich bin beeindruckt, auch verwundert, dass dieser Schwan nicht mehr in mein Bildformat passt. Ich hab mein Standard und Lieblingsobjektiv drauf, das 50er. Ruhig fotografiere ich, was ich von ihm angeboten bekomme.

Der Schwan lässt sich treiben, schlürft einmal, zweimal, dreimal Wasser. Ich sehe ihm dabei zu, betrachte die Tropfen, die aus seinem Schnabel rinnen. Entdecke die Perlen des Wassers auf seinem Federkleid. Lasse mich davon einladen und mache noch ein paar Bilder. Wir schauen einander an und er lässt sich entspannt zu seinem Artgenossen treiben um das gemeinsame Spiel des Abtauchens und Auftauchens wieder aufzunehmen.

Ich habe es so sehr genossen.


Fotografiere

Zeit nehmen

Genieße Dein Tun. Sieh einfach hin, beobachte, lass Dich von Deinen Motiven einladen zu einem Fotoshooting. Das kann wie in meinem Fall ein Schwan sein. Es kann aber auch eine Blume, ein Baum, ein Blatt, eine Pfütze, ein Käfer sein. Betrachte das Motiv, welches Dir ins Auge fällt und Dich fasziniert.


Park und Landschaft

Besuche den Park oder geh in die Natur, zu einer unüblichen Spazierengehenszeit, oder zu unwirtlichen Temperaturen. Da besteht die größte Chance auf etwas Ruhe und wenig Ablenkung. Du kannst Dir aber auch an belebten Stellen eine Auszeit nehmen, still beobachten und Dich von Deiner Umgebung anregen lassen.


Tiere

Welche Tiere begegnen uns wo? In einem Park mit See begegnen einem neben gassigeführten Hunden, Enten, Gänse, Schwäne, Tauben, Schmetterlinge, Bienen, Insekten, Käfer aller Art. Wenn Dir eines begegnet, dann bewege Dich ruhig mit der Kamera.


Magischer Moment

Magische Momente gibt es immer wieder. Ein Motiv, ein Mensch, ein Blick, eine Szene, ein Gegenstand verzücken Dich so, dass Du, Deine Kamera und Dein Motiv wie entrückt seid, Ihr spielt miteinander – für einen Moment und es entstehen Deine Bilder. Manchmal merkt man erst hinterher, dass es genau so ein Moment war.


Ruhig bleiben

Fang nicht in diesem Moment an, hektisch ein Objektiv zu wechseln – Du lachst? Habe ich alles schon gesehen. Du hast bestenfalls vorher schon fotografiert und bist mit den Gedanken im Fotografiermodus. Versuche Deine Kameraeinstellung auf die Situation einzustellen – eher intuitiv und ganz ruhig. Kontrolliere Deine Bilder nicht auf dem Display! Bleibe in der Situation und atme.


Hab Spaß und nutze den Augenblick für ein Bild!

Drucke Deine Bilder aus!

LG Doro


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